Warum trockenes Holz so wichtig ist
Frisch geschlagenes Holz besteht zu rund der Hälfte aus Wasser. Dieses Wasser muss im Ofen erst verdampfen – Energie, die dann nicht als Wärme im Raum ankommt. Nasses Holz qualmt, verrußt Scheibe und Schornstein und erzeugt deutlich mehr Feinstaub.
Die Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen (1. BImSchV) erlaubt in Kaminöfen deshalb nur Scheitholz mit einem Feuchtegehalt unter 25 %. Optimal sind 15 bis 20 %.
Wie lange muss Brennholz trocknen?
Die Trocknungszeit hängt von Holzart, Scheitgröße und Lagerplatz ab. Als Faustwerte für gespaltenes Holz an einem guten Lagerplatz gelten:
- Fichte, Kiefer, Tanne (Nadelholz): etwa 1 Jahr
- Birke: etwa 1 bis 1,5 Jahre
- Buche, Esche, Ahorn (Laubholz): etwa 1,5 bis 2 Jahre
Gespaltenes und kurz geschnittenes Holz trocknet deutlich schneller als ganze Rundlinge. Deshalb lohnt es sich, waldfrisches Holz möglichst früh zu spalten.
Der richtige Lagerplatz
- Sonnig und luftig: Wind trocknet mehr als Sonne – ideal ist eine Südwest- oder Westseite mit Luftzug.
- Abstand zum Boden: Auf Paletten oder Kanthölzern stapeln, damit keine Bodenfeuchte aufsteigt.
- Abstand zur Wand: Etwa 10 cm Luft zur Hauswand lassen.
- Oben abdecken, Seiten offen: Ein Dach oder Brett schützt vor Regen, die Seiten bleiben für die Luft frei. Planen ringsum führen zu Schimmel.
- Nicht in den Keller: Frisches Holz gehört nicht in geschlossene Räume. Erst trockenes Holz für die nächsten Wochen ins Haus holen.
Restfeuchte selbst messen
Ein einfaches Holzfeuchte-Messgerät gibt es im Baumarkt. Messen Sie nicht an der Außenseite, sondern an einer frisch gespaltenen Fläche in der Mitte eines Scheits – quer zur Faser. Mehrere Scheite messen und den Mittelwert nehmen.
Luftgetrocknet oder waldfrisch kaufen?
Wer sofort heizen will, kauft luftgetrocknetes, ofenfertiges Brennholz. Wer Platz und Zeit hat, spart mit waldfrischem Holz Geld und lässt es selbst ein bis zwei Jahre trocknen. Für saubere Lagerung auf Terrasse oder in der Garage eignen sich unsere Brennholzkisten.